Wachstumsland = Investitionsland
Das Wirtschaftswachstum Panamás hatte in den 5 Jahren von 2003 bis 2007 einen Jahresdurchschnittswert erreicht von 7,7%, in der EU sind das nur 2,5% gewesen. Selbst das kritische Jahr 2008 endete in Panamá noch mit einem Wirtschaftswachstum von 9,2%. Beachtenswert ist, daß das Land auch im Krisenjahr 2009 kein Negativwachstum hatte wie die industrialisierten westlichen Länder. Selbst 2009 wurde ein reales Wachstum von +2,4% erreicht. Panamá muß damit nicht wie andere Länder erst wieder einen Rückschlage aufholen, es ging immer bergauf.
Und so geht es weiter: - Panamá, die Dominikanische Republik und Perú werden in den kommenden 5 Jahren die wirtschaftlich am stärksten wachsenden Länder in Lateinamerika sein - in dieser Reihenfolge. Das ist das Ergebnis einer Analyse des „Latin Business Chronicle“, veröffentlicht am 7. Oktober 2010.
- Die „Comisión Económica para América Latina y el Caribe“ (Cepal) der „Vereinten Nationen“ sagt für das Jahr 2011 ein Wirtschaftswachstum in Panamá voraus von 7,5%. Gleichzeitig erwartete die Cepal zum Jahresende 2010 in Panamá eine Inflationsrate von 3,5%. 2009 betrug die Geldentwertung 2,4%.
- Anläßlich des Jahrestreffens des IWF im Oktober 2010 gab die internationale Organisation bekannt, daß nach ihren Analysen Panamá mittelfristig, also bis zum Jahr 2015, das Wirtschaftswachstum Lateinamerikas anführen werde.
Wie ist das Jahr 2010 für Panamá verlaufen?
Aus wirtschaftlicher Sicht war im vergangenen Jahr 2010 von Bedeutung, daß Panamá von den drei großen Rating Agenturen Fitch Ratings, Standard & Poor´s und Moody´s den „Investment Grade“ als zuverlässiger Schuldner verliehen bekommen hat. Das schafft Vertrauen bei Investoren, das senkt die Zinsen, die man auf Staatsschuldverschreibungen zahlen muß. Neben den großen lateinamerikanischen Ländern Mexiko, Brasilien, Chile und Perú verfügt in der Region nur Panamá über die Qualifizierung als zuverlässiger Schuldner. Die Auslandsinvestitionen sind sogleich um 12,8% gestiegen im Vergleich zum Jahr 2009. Für 2011 erwartet die Regierung Panamás ausländische Direktinvestitionen von mehr als USD 2 Milliarden. Darüberhinaus verstärkte Panamá seine Anstrengungen, von der „grauen Liste“ der OECD zu kommen, um für immer mehr multinationale Unternehmen als Standort interessant zu sein. Lateinamerikanische Wachstumsländer wie Brasilien, Chile und Perú bestehen darauf, das ihr Partner Land im Zentrum Amerikas - der große Waren Umschlagplatz, das Logistik Zentrum Lateinamerikas, das bedeutende Finanzzentrum für Mittel- und Südamerika und die Karibik - ein angesehenes Mitglied der Völkergemeinschaft ist. Die großen internationalen Unternehmen dieser Welt könnten bedeutende Teile ihrer Handelsaktivitäten nicht nach Panamá verlegen, wenn das Land weiter „grau“ gelistet wäre. Dieser Weg wird 2011 zum Ziel führen. Panamá hat 2010 eine große Steuerreform umgesetzt. Sie ist unternehmerfreundlich, ausländische Investitionen werden begünstigt. Das territoriale Besteuerungssystem besteht fort, d.h. alles, was im Ausland eingenommen wird, egal ob von einer in- oder ausländischen natürlichen oder juristischen Person, unterfällt gar keiner Besteuerung. Besteuert werden nur Einnahmen aus panamaischer Quelle; und auch diese nur in für Europäer kaum vorstellbarer maßvoller Weise. Trotzdem konnte Panamá seine Steuereinnahmen deutlich verbessern. Nach dem dritten Quartal 2010 hatte Panamá 14,8% mehr an Steuern eingenommen, als im Jahr zuvor. Das ist nicht unwesentlich zurückzuführen auf die Erhöhung der Umsatzsteuer. Diese ist aber gleichwohl weiter eine der niedrigsten auf der ganzen Welt: 7%. Die Neuverschuldung Panamás bleibt trotz der enormen öffentlichen Investitionen unter 2,5%. Panamá wäre mit diesen Zahlen der Musterknabe der EU. Es ist nicht damit zu rechnen, daß 2011 - trotz des Höhepunktes der Infrastrukturausgaben etwa im Zusammenhang mit der Erweiterung des Kanals und dem Bau der Metro in der Hauptstadt - die Neuverschuldung die Marke von 3% übersteigt. Man bliebe demnach „Musterknabe“ nach Kriterien der EU auch im Jahr 2011.
Das Wirtschaftswachstum Panamás hat nach dem dritten Quartal 2010 bei satten 8,4% gelegen. Die Schätzungen in Sachen „künftiges Wirtschaftswachstum in Panamá“ könnten daher eher untertrieben als übertrieben sein.
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